Fehlstart im Berner Oberland

Der RTV 1879 Basel startet mit einer Niederlage bei Wacker Thun in die neue QHL‑Saison.

Beim 29:38 in der Lachenhalle Thun zeigt das Team über weite Strecken gute Ansätze, verliert das Spiel aber durch zu viele technische Fehler, mangelnde Konsequenz im Rückzug und eine Phase kurz vor der Pause, in der die Gastgeber das Tempo entscheidend erhöhen.

Ein nervöser Beginn prägt die ersten Minuten

Basel findet offensiv zwar früh Lösungen, doch die ersten Angriffe sind von Ungenauigkeiten geprägt. Mehrere technische Fehler eröffnen Wacker Thun einfache Gegenstösse, die die Berner Oberländer konsequent nutzen.

Trotz guter Einzelaktionen von Buck, Römer, Brandt und Gadza gelingt es dem RTV nicht, die Partie zu stabilisieren. Thun spielt zielstrebiger, schneller und setzt sich Schritt für Schritt ab.

Schlüsselmomente vor der Pause

Zwischen Minute 12 und 20 verliert Basel den Zugriff: Thun erhöht das Tempo über die schnelle Mitte und den Gegenstoss. Der RTV kassiert mehrere Zeitstrafen. Die Fehlerquote steigt, während Thun nahezu jede Chance verwertet.

Zur Pause liegt Basel mit 14:20 zurück – ein Rückstand, der angesichts der Effizienz der Gastgeber bereits schwer wiegt.

RTV kämpft, doch Thun bleibt gnadenlos effizient

Nach dem Seitenwechsel zeigt der RTV Moral. Brandt, Meschke, Imare und Jund setzen Akzente, die Offensive findet mehr Rhythmus und auch im 1‑gegen‑1 entstehen gute Situationen. Doch Thun bleibt in allen Mannschaftsteilen stabil und nutzt jede Basler Unachtsamkeit kompromisslos aus.

Ein bitterer Moment folgt in der 40. Minute: Ante Babic wird nach Videoreview disqualifiziert – ein Einschnitt, der die ohnehin schwierige Aufgabe zusätzlich erschwert.

Basel bleibt bemüht, doch die Gastgeber verteilen ihre Tore auf viele Schultern und spielen die Partie souverän zu Ende. Am Ende steht ein 29:38, das die Kräfteverhältnisse an diesem Abend widerspiegelt.

Gute Ansätze, aber zu wenig Konstanz

Der RTV Basel zeigt über weite Strecken, dass das Team offensiv Qualität besitzt und Lösungen findet. Dennoch reichen die positiven Phasen nicht aus, um ein starkes Thun ernsthaft zu gefährden.

Drei Faktoren entscheiden die Partie:

  • Technische Fehler: Thun erzielt zahlreiche einfache Tore nach Basler Ballverlusten.
  • Rückzug: Die schnellen Thuner Angriffe brechen den Rhythmus des RTV immer wieder.
  • Konstanz: Gute Aktionen wechseln sich zu häufig mit hektischen Phasen ab.

Der RTV Basel verpasst den Saisonstart, zeigt aber genügend Elemente, auf denen aufgebaut werden kann. Die Mannschaft hat das Potenzial, deutlich stabiler aufzutreten – entscheidend wird sein, die Fehlerquote zu senken und das Tempospiel der Gegner besser zu kontrollieren.

Die Gelegenheit es besser zu machen, folgt bereits am Samstag. Dann trifft der RTV Basel zuhause im Rankhof um 18 Uhr auf GC Amicitia Zürich.